TRANSAKTIONSANALYSE EINFACH ERKLÄRT. MIT AHA-EFFEKT.

Der Begriff Transaktionsanalyse (TA) lässt viele Menschen zunächst an Bank-Transaktionen denken. Jedoch hat der Name mit Geld nicht im Geringsten zu tun. Die Transaktionsanalyse ist eine psychologische Methode, die sich unter anderem mit der Kommunikation zwischen Menschen befasst. Eine Transaktion beschreibt nichts anderes als einen Austausch von Kommunikationseinheiten. Beispielsweise, wenn sich zwei Menschen miteinander unterhalten. Nach dem Lesen dieses Textes wirst du eine Ahnung davon haben, warum Kommunikation manchmal schiefgeht und wie du das ändern kannst. Mit AHA-Effekt.

Wenn du mit einem Menschen in Kontakt kommst, werden kleinste Kommunikationsbestandteile hin und her transferiert (Transaktionen). Wer in der Lage ist, diese Transaktionen zu analysieren, gewinnt tiefe Einblicke in das, was sich psychologisch zwischen dir und anderen ereignet:

  1. in die Persönlichkeit von anderen
  2. in deine eigene Persönlichkeit
  3. in eure Beziehungsdynamik

Du begegnest mir und ich reagiere darauf – das ist eine Transaktion. Diese Transaktionen kann man analysieren: Transaktions-Analyse!

Eine Transaktion besteht aus dem Hin und Her der Kommunikation - genannt "Stimulus und Reaktion"

TA wurde Mitte des 20 Jahrhunderts vom Psychiater Eric Berne (1910–1970) begründet. Ihre Modelle werden ständig weiterentwickelt.

Transaktionsanalyse ist eine Konzepte-Sammlung, die dir helfen kann, dich selbst und andere besser zu verstehen. Mit ihr kannst du deine Kommunikationsfähigkeiten verbessern. Zum Beispiel, um einen Konflikt besser zu lösen. Mit ihren gut verständlichen Konzepten und Werkzeugen gibt sie dir Möglichkeiten an die Hand, um ein selbstbestimmteres Leben zu führen.

Die TA bietet viele passende Konzepte für unterschiedliche Persönlichkeiten, unterschiedliche Lebensbedingungen und Situationen. Wir nennen einmal ein paar wenige davon. Weiter unten in diesem Artikel findest du eine erste Erläuterung, oder du klickst auf den Link, um zu einer detaillierten Konzeptbeschreibung zu gelangen:

Was sind überhaupt Konzepte?

Konzepte kann man sich vorstellen wie Landkarten. Landkarten bilden wichtige Informationen der Wirklichkeit ab. Auf ihnen befinden sich Straßen, die zu unserem Ziel führen. Sie dienen der Orientierung. Wenn man sich als Fremder in unbekannter Umgebung bewegt, ist es gut, hilfreiche Informationen für die Orientierung zu haben. Je nach Situation erscheint es vernünftig verschiedene Landkarten zur Verfügung zu haben: eine Landkarte für Wanderungen, eine für Fahrradtouren, eine für das Tankstellennetz der Autobahnen und eine Karte für Bergwanderungen. In der Transaktionsanalyse ist das nicht anders. Die einzelnen Konzepte sind wie Landkarten für Situationen mit deinen Mitmenschen. Was ist zu tun, um Konflikte zu vermeiden? Wie kann ich Missverständnissen aus dem Weg gehen? Wie können Ziele auf faire Weise erreicht werden? Solche mentalen Landkarten bietet dir die Transaktionsanalyse.

Übrigens: Wenn du Transaktionsanalyse lernen möchtest, dann schau mal hier!

1. Zusammenfassung: Transaktionsanalyse kurz erklärt 

  • Die TA wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts von Eric Berne begründet.
  • Ich (Steffen) beschreibe Transaktionsanalyse so: "Transaktionsanalyse (TA) macht menschliches Miteinander beschreibbar, verstehbar und gestaltbar. Es wird nachvollziehbar, was 1. in einem selbst, 2. in anderen und 3. während des Kommunizierens vor sich geht und wie man jeden dieser drei Bereiche entwickeln kann. Mit ihrer klaren Zielsetzung für menschliche Entwicklung (Autonomie) gibt sie Orientierung. Auf diese Weise wird deutlich, wo man entwicklungstechnisch steht und wo noch Potenziale gehoben werden können. Durch ihr positives Menschenbild fördert sie ein ehrliches Miteinander und motivierende Entwicklung.
  • Hier findest du eine Transaktionsanalyse-Definition nach Eric Berne.
  • Kernkonzepte: Ich-Zustände, Transaktionen
  • Weitere Konzepte: Psychologische Spiele, Lebensskript, Gefühle, Psychologische Grundbedürfnisse, Innere Antreiber, Passivitätskonzept uvm.
  • TA wird hauptsächlich in 4 Anwendungsfeldern genutzt:
  1. Psychotherapie
  2. Beratung
  3. Erwachsenenbildung
  4. Organisation


Hier eine grobe Übersicht der wichtigsten transaktionsanalytischen Konzepte. Die Transaktionsanalyse wird ständig weiterentwickelt. Deswegen ist es nahezu unmöglich alle Konzepte aufzulisten. Hinzu kommt, dass jedes Anwendungsfeld eigene TA-Konzepte hat.

Übrigens:

Hier kannst du deine erste Transaktionsanalyse-Ausbildung komplett online und zeitunabhängig beginnen. Mit dem Grundkurs Transaktionsanalyse. Er ist besonders für Menschen geeignet, die wenig Zeit haben und trotzdem einen tieferen Einblick in TA erhalten möchten. Schau doch mal hier:

2.  Was ist eine Transaktion? Kommunikation endlich verstehen

Transaktionen stellen ein Kernkonzept der TA dar. Von ihnen ist auch ihr Name abgeleitet. Sie können dir helfen Kommunikation besser zu verstehen.

Doch zunächst geben wir dir ein Beispiel: Ein Freund kommt ins Zimmer und fragt dich “Wie spät ist es?” Du antwortest: “Es ist kurz nach sieben Uhr.” (Neben den Worten, kommt es noch auf weiteren Ebenen der Wahrnehmung zu einem Austausch. Körperhaltung, Mimik, Gestik, Stimmmodulation, ...)

Es wird ein "Hin" und "Her" an Kommunikation ausgetauscht.

In diesem Moment habt ihr eine Transaktion vollzogen. Sie findet statt, wenn ein Mensch mit einem anderen Informationen und Wahrnehmungen austauscht. Diese können sehr unterschiedlich interpretiert werden. Je nachdem, in welchem Zustand sich die Person befindet. Oft gibt es einen Unterschied zwischen dem Wortlaut und den nicht-sprachlichen Wahrnehmungen. Wirkung entfalten überwiegend die nicht sprachlichen Anteile (psychologische Wirksamkeit) beim Kommunizieren. Ein Augenzwinkern, ein suchender Blick oder eine Pause im Satz sind wirksamer als viele Worte. Vereinfacht gesagt: "Der Ton macht die Musik."

Eric Berne, der Begründer der Transaktionsanalyse, sah in diesem Hin und Her der Kommunikation die Grundeinheiten allen sozialen Miteinanders.

Zur Analyse von Transaktionen wird das Ich-Zustands-Modell als Grundlage verwendet:

Das Ich-Zustandsmodell der Transaktionsanalyse besteht aus 3 Ich-Zuständen.

Dass ein und derselbe Mensch sich in verschiedensten Zuständen befinden kann, ist spätestens Allgemeinwissen seit dem Buch von Richard David Precht: “Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?” 

Wir alle kennen diese Zustandsveränderungen aus eigenem Erleben:

  • “Warum bist du auf einmal so gereizt?”
  • “Oh, jetzt bin ich positiv überrascht!”
  • “Diese Information macht mich traurig.”
  • “Jetzt wo ich dich sehe, geht's mir besser.”

Wir ändern manchmal unseren Zustand von Augenblick zu Augenblick: Meistens passiert das unbewusst. Kannst du nachvollziehen, wie dich ein bestimmtes Lied von einem auf den nächsten Moment in eine andere Stimmung versetzen kann? Dein Zustand verändert sich. Du bist nicht mehr wie zuvor. In der Transaktionsanalyse sagt man, dass du deinen "Ich-Zustand" gewechselt hast.

Erinnerungen und Erlebnisse (und die Kombination von Beidem) rufen die unterschiedlichsten Ich-Zustände in Dir auf. Ständig wechselst du deine Zustände. Transaktionsanalyse beschreibt, wie deine Wahrnehmung durch die verschiedenen Ich-Zustände verändert wird. Ebenso sind Rückschlüsse auf die psychischen Vorgänge und auf die Beziehungsgestaltung möglich. 

Um die vielen Zustandsformen eines Menschen einigermaßen handhabbar zu machen, wurden sie in drei übergeordneten Zustandsformen zusammengefasst.

  1. Eltern-Ich-Zustand
  2. Erwachsenen-Ich-Zustand
  3. Kind-Ich-Zustand

Zur Analyse von Transaktionen wird das Ich-Zustands-Modell als Grundlage verwendet. Es zeigt drei Kreise. Diese symbolisieren die drei Zustände, aus denen ein Mensch agieren kann.

Beide Ich-Zustands-Modelle stehen sich gegenüber. Jedes verkörpert eine Person.

Um Kommunikationen zu analysieren brauchen wir ein Gegenüber. Deswegen besteht ein sogenanntes Transaktionsdiagramm aus zwei Ich-Zustands-Modellen. Für jede Person eines.

Beide Ich-Zustands-Modelle stehen sich gegenüber. Jedes verkörpert eine Person.

Indem Pfeile zur Darstellung des Hin und Her's verwendet werden, kann man erkennen was beim Kommunizieren passiert. So wurde es möglich, Kommunikation in Form von Transaktionen (Hin und Her) zwischen den drei Ich-Zuständen, psychologisch einzuordnen. Es gibt verschiedene Arten, nach denen Transaktionen ablaufen können. Es gibt:

  1. Komplementär-Transaktionen (oder auch Parallele Transaktionen genannt)

  2. Nicht-Komplementäre-Transaktionen (auch Überkreuz- oder Gekreuzte Transaktionen genannt)

  3. Verdeckte Transaktionen (auch Duplex-Transaktionen genannt)

Beispiele für die drei Arten von Transaktionen

3. So hilft dir Transaktionsanalyse

Kannst du etwas auf dem Bild erkennen?

Neulich schickte mir mein Kollege Bernd Taglieber dieses Bild und fragte mich das Gleiche. Ich hatte keine Ahnung.

Bernd sagte zu mir: "Dir fehlt ein Muster, um es zu erkennen. Wenn ich dir sage, was sich auf dem Bild befindet, erkennst du es sofort."

Er hatte Recht.

Nachdem er mir verraten hatte, wonach ich schauen sollte, erkannte ich, was sich auf dem Bild befand.

Genau das ist auch eine Wirkweise von Transaktionsanalyse. Sie zeigt dir Muster in der Kommunikation und in der Persönlichkeit von Menschen auf. Ohne diese Muster kannst du das größere Ganze nicht erkennen. Du bleibst quasi blind und kannst mit vielen Informationen nichts anfangen. So wie auf dem Bild oben.

Transaktionsanalyse macht Kommunikation sichtbar und verstehbar. Das gibt dir die Möglichkeit, neue Wege in Sachen Kommunikation zu gehen. Wege, die dir helfen deine Ziele zu erreichen. Ohne anderen zu schaden:

  1. Auf der gedanklichen Ebene
  2. Auf der Gefühlsebene
  3. Und auf der Handlungsebene


Falls du wissen willst, was sich auf dem Bild befindet, trage deine E-Mail-Adresse ein, um vertiefte Transaktionsanalyse-Impulse zu erhalten (Videos, PDF-Übungen, Übersichten). Du erhältst nur wertige Informationen über Transaktionsanalyse und ihre praktische Anwendung in deinem Alltag. Versprochen! (Abmeldung jederzeit mit einem Klick möglich.)

Regelmäßige Impulse via E-Mail. Für praktische Umsetzung der Transaktionsanalyse in deinem beruflichen und privaten Alltag.

4. Die 5 Grundüberzeugungen und 8 Konzepte der Transaktionsanalyse

Grundüberzeugungen der Transaktionsanalyse:

Es handelt sich um Haltungen, mit denen Transaktionsanalytiker auf eine Situation schauen.

  1. Die Menschen sind in Ordnung: Das sagt aus, dass Menschen als Personen grundsätzlich in Ordnung sind. Das gilt von Geburt an. Es geht dabei um das Bemühen, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Zuerst steht der Wert, den Menschen als Mensch wahrzunehmen und nicht sein Verhalten, seines Leistungen oder seine Fähigkeiten. Erstaunlicherweise verstehen viele Menschen dieses Prinzip besser, wenn es sich dabei um Tiere handelt. Ein Hundewelpen muss nichts tun, damit es als okay anerkannt wird. Es ist von Natur aus gut, so wie es ist. Transaktionsanalytiker trainieren diese Haltung des sogenannten unbedingten Okay-Seins auch beim Menschen.
  2. Die Kommunikation ist frei und offen: Die TA fördert eine direkte und respektvolle Kommunikation. Beispielsweise beim Äußern von Bedürfnissen. Um den heißen Brei herum reden ist nicht ihr Ding. Einfache Worte, klare und direkte Aussagen mit Wertschätzung - das ist gelebte TA.
  3. Jeder Mensch hat die Fähigkeit zu denken: Die TA fördert selbstbestimmtes Denken und Handeln. Selbstbestimmtes Denken ist kein übernommenes Denken aus dem Pool der unbewußten Erinnerungen, sondern überprüftes Denken. Überprüfen kann man aber nur, was ins Bewusstsein vorgedrungen ist. Deshalb ist es wichtig den Einfluss des Unbewussten bewusst zu machen. Unselbstständige Gedanken sind solche, die wir in der Kindheit einfach übernehmen. Zum Beispiel: "Wer hart arbeitet, wird erfolgreich." Die Fähigkeit zu denken beschreibt, einen solchen übernommenen Gedanken zu hinterfragen und mit der eigenen Wahrheit abzugleichen: So könnte man zu dem Schluss kommen, dass Bauarbeiter und Müllmänner hart arbeiten, aber sicherlich nicht zu den oberen Einkommensschichten gehören. Ein daraus resultierender eigener Gedanke könnte sein: "Allein harte Arbeit reicht nicht unbedingt aus, um erfolgreich zu werden..." 
  4. Das Modell ist entscheidungsorientiert: Sich zu entscheiden ist eine Sache die man lernen und ständig verbessern kann. Wir können Entscheidungen treffen, können sie überdenken, und können uns jederzeit neu entscheiden. Transaktionsanalyse hilft dir dabei, aus vergangenen Entscheidungen zu lernen und so immer klügere Entscheidungen zu treffen.
  5. Jede Arbeit stützt sich auf eine/n Vertrag/Absprache: Damit ist nicht unbedingt ein schriftlicher Vertrag gemeint. Transaktionsanalyse nutzt Absprachen, um Klarheit zu erzeugen und um Missverständnisse zu vermeiden. Es kann sich bei Vertragsarbeit um eine einfache Absprache handeln. Zum Beispiel, sich zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort zu treffen. Es kann aber auch die Absprache sein, was man voneinander in einer Arbeitsbeziehung erwartet oder wie man den Urlaub zusammen verbringen will. Diese Grundüberzeugung ist deswegen besonders hilfreich, weil Menschen tendenziell zu wenige Absprachen treffen und sich dann manchmal wundern, warum Dinge schief laufen.


Diese Haltungen sind das unsichtbare Kernstück hinter den Transaktionsanalyse-Konzepten. Langjährige Transaktionsanalytiker beschäftigen sich nicht mehr nur mit konkreten Konzepten. Sie arbeiten vielmehr daran, diese Grundhaltungen in ihr tägliches Leben zu integrieren.

Konzepte der Transaktionsanalyse:

Sie sind das konkrete Handwerkszeug, mit dem Transaktionsanalytiker arbeiten.


Ich-Zustände: Sind ein zentraler Baustein der Transaktionsanalyse. Mit ihrer Hilfe kannst du verstehen, wieso du so bist, wie du bist. Sie bestehen aus der Kombination von Denken, Fühlen und Verhalten. Die TA unterscheidet drei Zustände:

  1. Eltern-Ich-Zustand: Hier denkst, fühlst und verhältst du dich so, wie es deine nahestehenden Bezugspersonen in deiner Kindheit getan haben (von früher und übernommen). Im Eltern-Ich sind Beurteilungen, Normen und Werte gespeichert.

  2. Erwachsener-Ich-Zustand: Hier denkst, fühlst und verhältst du dich angemessen an die Situation, logisch, reflektiert und im Hier und Jetzt. In diesem Zustand hast du einen guten Zugang zu deinen Ressourcen und damit auch viele Handlungsoptionen.

  3. Kind-Ich-Zustand: Hier denkst, fühlst und verhältst du dich so, wie du es als Kind getan hast (von früher und selbst entwickelt). Das Kind-Ich ist auch der Sitz von Gefühlen, Kreativität und Spontanität.

Zu wissen, in welchem Ich-Zustand du dich und dein Gegenüber sich gerade befinden, kann dir helfen angemessen auf eine Situation zu reagieren. Oder aber auch, um selbst Maßnahmen zu ergreifen in einen anderen Zustand zu kommen.


Transaktionen: Machen deutlich, was beim Kommunizieren passiert. Eine Transaktion besteht aus dem „Hin und Her“ der Worte und der mimischen und stimmlichen “Begleitmusik” unter Beteiligung der Ich-Zustände.

Zum Beispiel bei einer nichtkomplementären Transaktion (gekreuzten Transaktion):

Eine Person setzt einen Hundewelpen-Blick auf und sagt zu einer Transaktionsanalytikerin: "Ich kann das nicht." Die Transaktionsanalytikerin schätzt die Situation ein und entschließt sich die Einladung zur Hilfestellung auszuschlagen. Sie antwortet nicht helfend aus dem Eltern-Ich. Stattdessen ermutigt sie die Person, ihr Erwachsenen-Ich zu gebrauchen, indem sie aus ihrem Erwachsenen-Ich zurückfragt: "Was brauchst du, damit du es schaffst?"

Neben den nicht-komplementären Transaktionen gibt es noch komplementäre und verdeckte Transaktionen (siehe oben).

Mit deinem Wissen über die Transaktionen kannst du Gespräche aktiv gestalten.


Psychologische Grundbedürfnisse: Sie zeigen, welche überlebenswichtigen psychologischen Bedürfnisse jeder Mensch hat und wie man sie auf gute Weise stillen kann. Zum Beispiel das Bedürfnis nach Anerkennung. Jeder Mensch benötigt Anerkennung. Nur wie sie erlangt wird, kann höchst unterschiedlich sein: Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern, Protzen mit aufwendigen Fahrzeugen, Leistungen erbringen oder einfach mal so einen Freund anrufen. All’ das kann Ausdruck des Bedürfnisses nach Aufmerksamkeit sein.

Lebensskript: Dabei handelt es sich um eine Art Drehbuch deines Lebens. Den meisten Menschen bleibt es verborgen. Es ist ein Konzept, das deinen unbewussten Lebensplan sichtbar macht, den du in deiner Kindheit erschaffen hast. Es beinhaltet unter anderem, wie du deine Ziele angehst, wie deine Beziehungen aussehen oder wieviel Geld du verdienen wirst usw. Es kann sein, dass Du als erwachsener Mensch genau nach diesem unbewussten Drehbuch lebst. Du kannst es  aber bewusst werden lassen und durch neue Entscheidungen verändern. Die Transaktionsanalyse zeigt dir, wie du das tun kannst. Ein Beispiel für eine Konsequenz der Lebensskript-Geschichte könnte sein: "Ich werde mich verhalten wie ein Mauerblümchen und nie auffallen." 

Psychologische Spiele: Sind Muster in Gesprächsabläufen, die von unbewussten Motiven gesteuert sind. Sie laufen immer nach bestimmten Regeln ab und enden immer in mindestens schlechten Gefühlen, im Konflikt oder im Gerichtssaal. Menschen, die Spiele spielen, erschweren eine positive Entwicklung ihrer Beziehungen. Manche Paare und manche Arbeitsbeziehungen leiden über Jahre an psychologischen Spielen. Obwohl sie immer gleichartig ablaufen und die Beteiligten darunter leiden, bleiben sie meistens unbewusst. Für Beziehungen ist es ein echter Gewinn, diese unbewussten Muster aufzudecken und aus psychologischen Spielen auszusteigen. 

Gefühle: Sind für viele Menschen wie ein Irrgarten. Transaktionsanalyse kann dir eine Karte für den Irrgarten anbieten, damit du deine Gefühle verstehen und klären kannst. Beispielsweise kann es passieren, dass du Gefühle aufstaust oder sog. Ersatzgefühle anstelle der ursprünglichen entwickelst. Beispielsweise dass es nicht so gern gesehen wurde, wenn du als Kind ärgerlich warst. Dann kann es sein, dass du stattdessen als Erwachsene*r anfängst zu weinen. 

Das Konzept der Gefühle hilft dir, deine eigene Gefühlswelt zu verstehen, zu klären und zu entwickeln.

Passivitätskonzept: Es zeigt, was in Menschen vorgeht und was sie unbewusst anstellen, damit sie ein eigentlich angestrebtes Ziel nicht erreichen. Menschen sollten lösungsorientiert handeln um Ziele zu erreichen. Das Passivitätskonzept zeigt Blockaden auf, die Lösungen verhindern, und wie du diese Blockaden lösen kannst. 

Innere Antreiber: Innere Antreiber sind schädliche Verhaltensmuster, die dir Energie rauben und dich unter Stress setzen. Die Transaktionsanalyse kennt fünf: Sei perfekt! Beeil dich! Sei stark! Streng dich an! Mach's anderen recht!

Das Trickreiche an den Antreibern ist, dass sie mit einem inneren Zwang verbunden sind, der unsere persönliche Freiheit einschränkt. Mit Hilfe der Transaktionsanalyse kannst du deine inneren Antreiber identifizieren und ihre schädliche Wirkung auflösen.

5. Video: Transaktionsanalyse einfach erklärt

Hier findest du ein Erklär-Video, falls du keine Lust hast, diesen Artikel zu lesen. Das sind die Inhalte.

  1. Was ist TA
  2. Hintergründe und Definitionen
  3. Grundannahmen der TA
  4. Hauptkonzepte der TA
  5. So wirkt TA
  6. Vorteile der TA
Grundkurs Transaktionsanalyse

Du kannst die Transaktionsanalyse im Beruf und auch privat nutzen. Es ist gut möglich, ihre Modelle mit Hilfe eines Online-Kurses in deinem Tempo zu lernen. Damit deine Kommunikation und deinen Leben selbstbestimmt gestalten kannst:

Solltest du Fragen zur Transaktionsanalyse haben oder uns einfach nur ein Lob geben wollen, dann hinterlasse uns doch einen Kommentar. Wir freuen uns, wenn du unsere Arbeit mit ein paar netten Worten würdigst. (Der Transaktionsanalytiker würde sagen, dass wir dich um eine positive Anerkennung bitten.)

Viele Grüße,

Dein Steffen Raebricht und Bernd Taglieber

Artikeldaten:
Transaktionsanalyse einfach erklärt
Name des Artikels:
Transaktionsanalyse einfach erklärt
Kurzbeschreibung:
Transaktionsanalyse einfach erklärt. Definitionen, Konzepte, Schaubilder, Videos und Zusammenfassung. Alles zu Transaktionsanalyse (TA). Mit AHA-Effekt.
Autor:
Veröffentlicht:
Transaktionsanalyse-online
Logo:
  • Tanja sagt:

    Hallo Steffan,
    ich bin seit einigen Jahren in der TA Weiterbildung und bin heilfroh, dass es eure Internetseite gibt. So oft habe ich hier nachgelesen und die Dinge “auf den Punkt gebracht” wiedergefunden. Eine absolute Stärke von euch. Karl Popper wäre stolz auf euch. Ich finde euch einfach klasse und empfehle eure Seite sehr gerne. Viele Grüße von Tanja aus Hannover

  • Lynn Se sagt:

    Tolle Zusammenfassung. Was ist mit dem rebellischen Kind- Ich usw.

  • >