• 12. Mai 2020

Was hilft gegen Stress: Stressmanagement, Stressbewältigung, Resilienz

Bist du gestresst? Stehst du immer unter Anspannung? Du fragst dich: "Was hilft gegen Stress?" Hier findest du 5 Tipps, die dir helfen dein Stressmanagement zu verbessern. Du bekommst ein Konzept an die Hand, welches dein Stressresilienz verbessern kann und du lernst etwas über Stressbewältigung.

1. Dieses unpopuläre Konzept hilft dir beim Stressmanagement


Grenzen.

Die sind so unpopulär wie eh und je. “No limits” ist der Trend unserer Zeit. 

Geht nicht, gibt’s nicht.

Bitte immer mehr in immer kürzerer Zeit. Same-Day Lieferung. Inlandsflüge. Weil es ja noch schneller geht. Tinder. Swipe left. Wegschmeißen, neu kaufen! Bezahlen? 1-Click. Urlaub? Bali. Online Klamotten shoppen? Kann man ja zurückschicken.

Ob Kaufverhalten, Beziehungsleben, Urlaube oder Arbeitswelt: Es verschwinden immer mehr Grenzen. Besinnung? Sowas hörst du maximal von deiner Meditations-App.

Und genauso, wie unsere Welt die Möglichkeiten offenbart, so wollen wir sie natürlich auch wahrnehmen. Wer will schon von gestern sein?

Wir rennen. Können nicht nein sagen. Haben Angst, etwas zu verpassen - oder jemanden zu enttäuschen. Und verlieren uns bei all der Rennerei aus den Augen. 

Dabei übersehen wir eine Gefahr. Denn ohne Grenzen zu leben, ist wie auf Kredit zu leben. Du kannst für eine Weile über deine Verhältnisse leben. Äußerlich sieht man dir nichts an. Doch der innere Druck steigt. So, wie dann eines Tages die Insolvenz droht, kann es passieren, dass du dich ohne Grenzen total verrennst.

Was wir brauchen, ist ein Bewusstsein für unsere Grenzen.

Grenzen, das bedeutet zweierlei:

  1. Die eigenen Begrenzungen zu erkennen und anzuerkennen

  2. Anderen Grenzen aufzuzeigen

Sie haben nämlich Vorteile, die wir in einer sich weiter beschleunigenden Welt nutzen können:

Durchhaltevermögen: Wer seine Grenzen kennt und akzeptiert, kann viel länger durchhalten. Denn wer sich nicht verbraucht, kann über lange Zeiträume konstant leisten und wachsen. Zwar springst du nicht auf jeden Zug auf, aber das Langzeitergebnis stimmt.

Orientierung: Grenzen schaffen Orientierung. Für dich und für andere. Für dich, indem du abwägen kannst, wie viel Energie dir bleibt. Das hilft dir dabei, auch mal nein zu sagen. Andere respektieren dich mehr, wenn du ihnen Grenzen aufzeigst. Ein Mitarbeiter, der zu allem Ja und Amen sagt, verliert Ansehen und wird zunehmend ausgebeutet. Paradoxerweise schätzen wir Menschen mehr, die ihre Grenzen aufzeigen. Denn sie geben uns das Gefühl, eigenständige Wesen zu sein und nicht nur ein Fähnchen im Wind.

Priorisierung: Durch Grenzen können wir besser einschätzen, was uns wirklich wichtig ist. Haben wir die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten, können uns unsere Grenzen helfen, eine Priorität zu setzen. Auf diese Weise verpulvern wir unsere Energie nicht beim Multitasking und beim Verzetteln. “Entweder-oder” kann durchaus einem “Sowohl-als-auch” vorgezogen werden.

Grenzen geben Orientierung und Begrenzung und damit eine Richtung.


2. Finde deine Energietankstelle


Stress im Alltag benötigt einen Ausgleich. Zum Beispiel bei Tätigkeiten, die dir helfen, wieder aufzuladen. Wir geben dir ein paar Beispiele, damit du weißt, was wir meinen.

Martin Krengel - Experte für Lernen:

„Meditation ist für mich eine Art ‘abgesicherter Modus’ - ich kann in der Stille klarer die Umrisse meiner Gefühle, Gedanken und Glaubenssätze erkennen - und die somit beobachten, modifizieren und ‘updaten’.“ Hier kommst du zu Martins Meditationskurs...

Claudia Rothe - Investment-Managerin:

“Wenn ich gestresst bin, spiele ich Gitarre oder Keyboard. Da kann ich am besten abschalten.”

Steffen Raebricht:

“Beim Imkern vergesse ich den Alltag und bin bei mir und den Bienen. Schnellmachen funktioniert am Bienenstock nicht. Ich klinke mich emotional in den Stock ein, damit die Bienen ruhig bleiben.”

Nun zu dir:

Was sind deine Energietankstellen?

Solche Energiezapfsäulen müssen nicht unbedingt große Hobbies, wie das Imkern, sein. Es kann auch schon ein Spaziergang sein. Viele Leute schalten auch beim Schälen und Schnippeln von Obst und Gemüse gut ab. Oder aber auch beim Stricken.

Wichtig ist, dass du etwas findest, das dir Energie gibt.

Achte doch einmal in deinem Alltag darauf, was dich auflädt. Dann greife darauf zurück, wenn du gestresst bist.

Vielen Menschen hilft auch der Umgang mit Tieren oder Gartenarbeit. Wichtig ist, dass du schaust, was für dich am Besten passt.



3. 5 Tipps gegen Stress

1. Konzentrierte Ruhe / Meditation


Um dich in Balance zu bringen bzw. zu halten, kann dir konzentrierte Ruhe helfen. Meditations-Apps sind derzeit stark gefragt. Sie helfen dir, Meditation zu lernen. Mit 5 - 7 Minuten kannst du dabei Kraft tanken. Aber auch autogenes Training ist nach wie vor gefragt. Wer es etwas aktiver haben möchte, dem kann Yoga oder Pilates eine Hilfe sein.

2. Bewegung


Ein wichtiger Baustein gegen Stress ist körperliche Aktivität. Dabei werden Stresshormone abgebaut. Am besten wäre es natürlich, wenn du dreimal pro Woche zum Sport gehen würdest. Wenn du diesen Weg gehen willst, wähle am Anfang deine Belastung nicht zu hoch und setze dir Trainingsziele. Diese sollten auch nicht zu ambitioniert sein. Erreiche lieber souverän ein kleines Ziel und steigere dich dann.

Wenn du dich nicht zum regelmäßigen Training aufraffen kannst, dann sorge für mehr Bewegung in deinem Alltag. 

  • Nimm die Treppe statt des Lifts oder der Rolltreppe.
  • Steige auf dem Nachhauseweg zwei Haltestellen eher aus dem Bus aus und laufe das letzte Stück. 
  • Kaufe dir kein E-Bike, sondern bleib beim altmodischen Drahtesel. 
  • Steh zwischendurch mal vom Schreibtisch auf und mache fünf Kniebeugen.

Hast du Stress, dann sorge am Besten sofort für Bewegung. Laufe einmal um den Block, zum Beispiel.

Ein Spaziergang durch die Natur wirkt ebenfalls entstressend. Der Blutdruck sinkt, du schüttest weniger Stresshormone aus und dein Immunsystem wird gestärkt.

Noch ein Geheimtipp: Tanzen wirkt Wunder gegen Stress.


3. Ernährung


Chips und Fertiggerichte stressen unbemerkt deinen Körper durch viele Nahrungsmittelzusätze wie Stabilisatoren und Geschmacksverstärker. Deswegen kann es hilfreich sein, einmal deinen Speiseplan auf den Prüfstand zu stellen. Am besten sind unverarbeitete Lebensmittel, wie frisches Gemüse.

Die Verarbeitung kann auch einfach sein. Einfach etwas klein schneiden, in eine Auflaufform mit Salz, Pfeffer. Öl drüber und eine halbe Stunde im Ofen backen. Leichter geht es nicht - und es schmeckt auch noch gut.

Achte auch darauf, dass du gute Fette zu dir nimmst. Diese finden sich in hochwertigen Pflanzenölen, Nüssen und auch Fisch. Fette sind wichtig für die Regeneration deiner Nerven.

Neben hochwertigen Lebensmitteln spielt auch die Art und Weise, wie du isst, eine Rolle. Stimme dich aufs Essen ein. Viele Menschen machen das während der Vorbereitung, indem sie daran denken, wie gut es schmecken wird. Decke den Tisch mit Liebe und achte auf Details. Brennt eine Kerze? Schau, dass du langsam und in Ruhe dein Essen genießt.

Und wenn du dann doch mal eine Schokolade am Stück isst, dann tue es nicht mit Reue, sondern genieße es. :) Denn auch die Reue stresst.


4. Arbeit


Viele von uns sind acht und mehr Stunden pro Tag mit der Arbeit beschäftigt. Da kann es lohnenswert sein, den eigenen Arbeitsprozess einmal auf den Prüfstand zu stellen. Gefällt dir dein Arbeitsplatz? Bist du mit deinen Gerätschaften zufrieden? Lohnt es sich, vielleicht auch eigenes Geld zu investieren, damit deine Arbeit für dich angenehmer wird? Wie bequem ist dein Bürostuhl?

Gibst du dir genügend Zeit für deine Tätigkeiten? Oder mutest du dir zu viel zu? Falls ja, könnte es sinnvoll sein, dich mit deinen persönlichen Grenzen zu beschäftigen.

Vermeide Multitasking. Es ist inzwischen wissenschaftlich gut belegt, dass wir kein Multitasking können. Das Gehirn springt nur zwischen verschiedenen Aufgaben schnell hin und her. Das verbraucht unendlich viel Energie. Deswegen ist es sinnvoller eines nach dem anderen zu tun. Priorisiere. Schreibe dir Aufgaben zur späteren Bearbeitung auf einen “Parkplatz”-Zettel. Auf diese Weise musst du sie nicht im Kopf behalten und kannst dich deiner Arbeit widmen. Es kann auch helfen, Sprechzeiten einzuführen. Während der Zeit des Ungestörtseins arbeitest du die konzentrativen Dinge des Tages ab.


5. Prioritäten setzen


Bei diesem Punkt geht es darum, dein Handeln im Großen zu hinterfragen.

  • Wozu machst du das alles, was du tust? Was ist der größere Sinn?
  • Was macht dich glücklich?
  • Was ist dir wirklich wichtig?
  • Sind deine Lebensbereiche balanciert? Oder arbeitest du zu viel?

Es gibt verschiedene Lebensbereiche, die unsere Aufmerksamkeit benötigen. Wenn du nur noch arbeitest und deine Freunde und Familie vernachlässigst, wird sich das negativ auf dein Stresslevel auswirken. Wir alle brauchen persönliche Beziehung, Arbeit, Muße, Bewegung und finanzielle Sicherheit, um ein Gefühl von Ausgeglichenheit zu haben. Hier kannst du dir eine Übung herunterladen, die dir eine Idee davon gibt, wie ausgeglichen deine Lebensbereiche sind.

4. Zusammenfassung und PDF-Download


  • Wir brauchen Grenzen, um langfristig alle unsere Bedürfnisse zu befriedigen.
  •  Um Stress gut zu begegnen kannst du dir Tätigkeiten suchen, die deine Energie wieder aufladen.
  •  Ruhe, Bewegung, eine gute Ernährung helfen Stress zu vermeiden und abzubauen.
  • Prüfe deine Arbeitssituation auf Verbesserungen


Hier kannst du dir eine Zusammenfassung als PDF downloaden:

Artikeldaten:
​Was hilft gegen Stress: Stressmanagement, Stressbewältigung, Resilienz
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​Was hilft gegen Stress: Stressmanagement, Stressbewältigung, Resilienz
Kurzbeschreibung:
Was hilft gegen Stress: 5 Tipps zur aktiven Stressbewältigung. Lerne ein gutes Stressmanagement für deinen stressigen Alltag.
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